Getting rid of Riester, DVAG, Generali

Disclamer – this post is about my experience with German private Altersvorsorge insurance policies starting out in 2005 (when I was 16), the realization how these policies are hostile and intransparent by design, and legal ways to get at least most of my money back. This ties into a larger context of me starting to actively take charge of my finances. I’d like to share a few thoughts on a very enlightening journey. Sadly, financial education is not a priority in Germany, which helped to give rise to these practices in the first place – but I believe it’s slowly changing for the better.

TL;DR

Mehere Verträge bei DVAG-Berater mit 16 Jahren in 2005 abgeschlossen, dann in 2021 gekündigt / widerrufen.

  • Riester-Rente (Generali) – keine Steuervorteile geltend gemacht, keine Kinderzulage, nach Kündigung ca. 84% des eingezahlten Geldes zurückbekommen. Sehr hohe Verwaltungs- & Vertriebskosten, schlechte Fondsentwicklung.
  • “Wunschpolice”, fondsgebundene Rentenversicherung mit Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (Generali). Widerruf erfolgreich dank Beratung durch Kanzlei Mayer & Mayer, ca. 77% der Zahlungen zurückbekommen. Gute Fondsentwicklung, aber geringe Gewinnbeteiligung.
  • Seit 2008 – Versicherungspaket Haftpflicht / Hausrat / Glas / Unfall (Generali), mittlerweile ca. 35€ pro Monat. Glas und Unfall für mich unnütz, ebenfalls gekündigt, aber leider einjährige Frist.
  • Zwischenzeitlich von ca. 2010 bis 2013 Badenia-Bausparvertrag, erst stillgelegt, dann gekündigt. Sehr hohe Verwaltungskosten.

Alternative für langfristige Investments? Zum Beispiel monatl. Zahlungen in thesaurierende ETFs (Anteil 80%), langes Halten von Aktien in Tech (Anteil 20%, zB. Cloudflare, TSMC, ASML etc.), evtl. zusätzlich ca. 10% Anteil in Crypto für Risikofreudige.

Weitere Empfehlung zum Newsletter des Finanzblogs von Prof Hartmut Walz und zur jährlichen Steuererklärung mit Taxfix.

Kontext

Ich wurde 1989 in der ehemaligen DDR geboren, habe eine normale Realschullaufbahn durchzogen und bin nach Abschluss im Herbst 2005 in eine IHK-Ausbildung zum FiSi eingestiegen. Meine Eltern, die zu dem Zeitpunkt bereits mehrere Verträge bei einem Vermögensberater der DVAG (Riester plus diverse Versicherungen) abgeschlossen hatten, wollten früh mit mir an der Vorbereitung meiner Altersvorsorge arbeiten, so dass ich dem DVAG-Berater als 16-jähriger im November 2005 gegenübersaß. Der Berater hatte ein charmantes, charismatisches, respektvolles – nahezu väterliches – Auftreten und hat mich von Beginn an als gleichwertigen Erwachsenen behandelt. Mir wurden die Vorteile der verschiedenen Allianz-Versicherungspakete (später Generali) erklärt, und wie ich bereits zu Beginn meiner Karriere die Chance habe, den Grundstein für eine erfolgreiche Altersvorsorge beginnend in den 2050ern zu legen. Klingt nach einem No-Brainer, oder? Definitiv für einen 16-jährigen Berufseinsteiger – vor allem auch, da die Eltern dies seit einigen Jahren ebenso nutzen. Ich habe sogar den Vorteil, sehr jung einzusteigen! Arme Eltern! Beide waren bzw. sind übrigens in Vollzeit angestellt, so wie ich. Aber Achtung, Spoiler – meine Eltern haben ihre Riester-Verträge inzwischen bereits vor Jahren gekündigt, was beiläufig zur Sprache kam, als ich in 2021 meine aktuellen Erkenntnisse teilte.

Ich mache meinen Eltern dazu absolut keine Vorwürfe. Viel mehr sind solche Situationen meiner Meinung nach Resultate einer eingangs erwähnten systematisch mangelhaften finanziellen Allgemeinbildung, mit der nachwievor weit verbreiteten Einstellung Geld als Tabu-Thema zu behandeln. Dazu kommt ein oft absolutes Vertrauen in Privatversicherer bzw. deren Vermittler bezogen auf die komplexe Welt der Finanzwirtschaft mit einer oft fast schon ärztlich anmutenden, selbst auferlegten Schweigepflicht seitens des Kunden – auch aufgrund der eindringlichen Betonungen zur Vertraulichkeit bzw. Wichtigkeit dieser Beratergespräche. Meines Erachtens verschiebt diese Kultur der Intransparenz und Externalisierung finanziellen Grundwissens das Machtverhältnis zwischen Kunde und Berater in persönlichen Gesprächen massiv zu Gunsten des Beraters, der aufgrund der Vermittlungshonorare seitens der Versicherungen ein großes Interesse daran hat, so viele Produkte wie möglich zu verkaufen.

Disclamer – ich bin nachwievor Finanz-Laie, habe aber einige Abende im letzten Jahr genutzt, mich in meine Verträge und deren konkreten Bedingungen und Leistungen einzuarbeiten, sowie Auswege und Alternativen zu recherchieren. Der Beitrag beschreibt meine persönliche Situation, die in Teilen sicherlich für manche Personen Wiedererkennungswert haben kann, aber sich zeitgleich einzigartig ist.

Ausgangssituation

Somit habe ich Ende 2005 mit 16 – als Minderjähriger zusammen mit meiner Mutter – gleich mehrere Altersvorsorge-Verträge unterschrieben. Eine klassische fondsgebundene Riester-Rente mit Beitragsdynamik, was bedeutet, dass sich die zu zahlenden monatlichen Beiträge über die Jahre erhöhen, sowie eine “Wunschpolice” – Berufsunfähigkeit mit zusätzlicher Rentenversicherung, ebenfalls dynamisch. Um 2008 kam eine weitere Kombi-Versicherung zu Haftpflicht / Unfall / Hausrat / Glas dazu. Dies waren bzw. sind allesamt Allianz- bzw. Generali-Versicherungen. Zwischenzeitlich wurde mir in 2010 ein zusätzlicher Badenia-Bausparvertrag vom besagten Berater “vermittelt”, den ich aber bereits nach wenigen Jahren wieder gekündigt habe, da ich von 2011 bis 2013 aufgrund von Schule / Studium sämtliche Zahlungen aussetzen ließ. Es war damals bereits klar, dass die kleinen von mir eingezahlten Beiträge (insgesamt ca. 250€) von den “Verwaltungsgebühren” des Bausparvertrags auch bei Zahlungspause nahezu aufgefressen worden wären. Red flag? You bet.

Die Generali-Verträge liefen dann vom erneuten Berufseinstieg 2013 bis zuletzt in 2021 mit entsprechender Dynamisierung weiter. Da ich ab 2013 nun wieder im Beruf gearbeitet habe, häuften sich die Anrufe bzw. Kontaktversuche des Beraters. Ich habe zu dem Zeitpunkt nicht mehr in meiner alten Heimatstadt gewohnt, und mit etwas Abstand kam die Einsicht, dass bei mir keinerlei Interesse zum Kauf weiterer Finanzprodukte bestand. Ich habe dem Berater dies ca. Ende 2013 mitgeteilt, so dass es seit dem keine weiteren Kontaktversuche seinerseits gab – abgesehen von der jährlichen, rituellen Geburtstags-Grußkarte.

Leider hat es noch knapp acht Jahre gedauert, bis ich mir die bestehenden Verträge kritisch angeschaut habe. Bis zu dem Zeitpunkt wurden über 20000€ von mir eingezahlt. Stichwort finanzielle Bildung. Trigger war ein Remote-Workshop mit dem Thema “Personal Finance”, an dem meine Partnerin Anfang 2021 teilnahm. Ich habe beiläufig zugehört, als Riester, DVAG, Generali etc. zur Sprache kamen, und wie die zugehörigen Produkte letztlich jegliche finanzielle Selbstbestimmung unterminieren, während die dahinter stehende Industrie kräftig verdient. Der Anfang vom Ende meiner Versicherungen.

Riester – oder die Kunst, Wertsteigerungen zu vermeiden

Wie bereits erwähnt, der Riester-Vertrag war fondsgebunden, was bedeutet, dass der Versicherer die Beträge in einem selbst geführten Aktienfonds anlegt. Übrigens – Riester ist im vorzeitigen Todesfall (vor Renteneintritt) vererbbar, allerdings nur nach Abzug der staatlichen Zulagen und Steuervorteile (Steuererklärung, Kinderzulage etc.). Weiterhin wären die Zulagen auch weg, wenn ich kurz nach Renteneintritt sterbe. Dann wird zwar noch eine Hinterbliebenenrente vom Rest des Geldes ausgezahlt, allerdings *nur* an Ehepartner oder Kinder. Wie, nicht verheiratet oder keine eigenen Kinder? Schade! Geld weg. In meinem Vertrag wurde mit einer Lebenserwartung von 91 Jahren gerechnet, so dass sich in Bezug auf die investierte Summe ebenfalls finanzielle Nachteile ergeben würden, sollte ich vorher sterben.

Bei Vertragsabschluss wurde mit einer jährlichen Fondsentwicklung von 8% gerechnet. Satte Gewinnbeteiligung, was erstmal sehr gut klingt. Diese Zahlen dienen nur der “Illustration einer möglichen Fondsentwicklung, ohne Garantie”, aber die Aktienmärkte hatten doch eigentlich einen ganz guten Bull Run während der letzten Jahre, trotz des Corona-Dämpfers Anfang 2020. Wie hat sich der Fonds denn entwickelt?

DWS Funds Invest Vermögensstrategie

137,60€ waren es im April 2015, dann zuletzt 139,55€ Anfang 2021, also ein Plus von unter einem Prozent über 6,5 Jahre. Hmm. Vergleich mit einem beliebten ETF über den selben Zeitraum:

iShares Core MSCI World UCITS ETF

Plus 133,5% zwischen April 2015 und Februar 2021. Eine mehr als hundertfache Wertsteigerung des ETF im Vergleich zum Riester-Fonds, und das ist nur ein Beispiel. Viele ETFs und andere Fondspakete haben ähnliche Wertentwicklungen erlebt. Natürlich ist ein konservativ angelegter Riester-Fonds kein ETF, allerdings stellt sich dennoch die Frage, weswegen hier praktisch keine Steigerungen entstanden sind, während ein Großteil des Aktienmarkts einen deutlichen Boom erlebt hat. Fairerweise muss man sagen, dass der Fonds von Februar bis November 2021 doch noch eine Wertsteigerung von ca. 15% erfahren hat – sogar ähnlich ganz ähnlich wie besagter ETF. Allerdings leben wir in Zeiten, in denen so viel Kapital in Aktienmärkte geflossen ist wie nie zuvor.

Weitere Erkenntnisse nach Durchsicht der jährlichen Entwicklungsmitteilungen (Anfang 2006 bis Anfang 2021):

  • ca. 9000€ Beiträge eingezahlt
  • PLUS ca. 2100€ staatl. Förderungen
  • MINUS ca. 1500€ “Abschluss- und Vertriebskosten”
  • MINUS ca. 1250€ “Verwaltungskosten”
  • PLUS ca. 2000€ Fondsentwicklung (bezogen auf eingezahlte Beiträge + die Förderung = 11100€)

Damit ergibt sich nach 15 Jahren für Anfang 2021 ein Gesamtguthaben von ca. 10300€, was sogar noch unter der Summe der Einzahlungen und Förderungen liegt. Was für ein Reinfall. Nach kurzer Überlegung & Recherche habe ich entschieden, den Vertrag direkt zu kündigen, was mit einmonatiger Frist möglich ist. Eine weitere Option wäre die “Stilllegung” – Beitragsstopp mit Abwarten bis zum Renteneintrittsalter, wobei nachwievor “Verwaltungskosten” etc. fällig wären. Wäre eigentlich spannend gewesen, zu beobachten, ob die Entwicklung des DWS-Fonds über die Jahrzehnte gegenhalten kann und sich das Geld tatsächlich vermehrt.

Bei Kündigung eines Riester-Vertrags vor Beginn des Renteneintrittsalters wird von einer “schädlichen Verwendung” gesprochen, welche besagt, dass sämtliche Förderungen und steuerliche Vorteile zurückgezahlt werden müssen. Da ich keine weiteren Zulagen oder steuerlichen Vorteile beantragt habe, war die (ungefähre) Auszahlungssumme in Bezug auf den Rückkaufswert keine Überraschung – ca. 8600€ im Mai 2021. Dabei hat sich der DWS-Fonds zuletzt noch etwas besser entwicklet. Danke DWS! Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn ich die letzten 10 Jahre auf ETFs eingezahlt hätte (Spoiler – mache ich nun seit dem Frühjahr 2021).

Wunschpolice? Stuff of nightmares!

Hierbei handelt es sich um die inital erwähnte “fondsgebundene Rentenversicherung mit Risikozusatzversicherung” bezogen auf Berufsunfähigkeit. Wunderschöne Wortgruppe. Diese lief parallel zur Riester-Versicherung seit Anfang 2006. Hier gibt’s die interessante Situation, dass durch einen Rechtsspruch des Bundesgerichtshofs die Möglichkeit besteht, diese Art der Rentenversicherung unabhängig von der Vertragslaufzeit komplett zu widerrufen. Dabei geht es um fehlerhafte Widerrufsbelehrungen in den ursprünglichen Vertragsabschlüssen. Das sollte allerdings anwaltlich geprüft werden.

Aber der Reihe nach.

Während der Riestervertrag das Einkommen des Versicherers (und des Beraters) vor allem durch Abschluss- und Verwaltungskosten gesichert hat, zeichnet sich bei der Rentenversicherung ein anderes Bild ab. Hier wird ebenfalls in einen selbst geführten Fonds investiert, allerdings gibt es eine “Überschussbeteiligung” in Bezug auf die Fondsgewinne. Welcher Fonds?

DWS Vermögensbildungsfonds I LD

Eine Wertentwicklung von über 200% über die letzten 10 Jahre! Nice! Ich habe hier dank der Dynamik knapp über 11000€ über 15 Jahre eingezahlt! Wow, die letze Wertmitteilung von Generali (Frühjahr 2021) muss ja richtig gut aussehen:

Gesamtwert des Fondsguthabens: 5678,11€

Ganz wunderbar. Gut, der Vertrag besteht zur Hälfte aus einer Risiko-Berufsunfähigkeitsversicherung, welche entsprechend eine Hälfte der Beiträge aufgefressen hat. Weiter unten in der jährlichen Wertmitteilung wird bei Kündigung des Vertrags ein Auszahlungsbetrag von 9127,60€ erwähnt, wobei Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag fällig werden. Ein Satz später heißt es, dass “die Höhe des Auszahlungsbetrags aktuell nicht mehr zutrifft, da sich der Vertragswert inzwischen entwickelt hat”. Zugegebenermaßen verwirrend. In Online-Foren heisst es weiterhin, dass bei einer Kündigung meist weniger Geld ausgezahlt wird als bei einem erfolgreichen Widerruf.

Dementsprechend habe ich mich zur Evaluation des möglichen Widerrufs an Kanzlei Mayer & Mayer gewandt, welche sich auf solche Themen spezialisiert. Der Kontakt war sehr angenehm und unkompliziert via Mail. Für eine Kostenpauschale von 60€ gibt die Kanzlei eine qualifizierte Einschätzung zu den Erfolgsaussichten des Widerrufs, wobei dem Anwalt sämtliche relevanten Vertragsunterlagen (bei mir mittlerweile über 150 Seiten) bereitgestellt werden müssen. Ich empfehle Microsoft Lens als Smartphone-App zum Scannen.

Die Möglichkeit zum Widerspruch war in meinem Fall grundsätzlich gegeben, aber laut Anwalt aus mehreren Gründen nicht ohne Risiko. Letzlich habe ich mich für den Widerspruch entschieden, und folgendes Dokument auf Empfehlung des Anwalts an den Versicherer versandt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerspreche ich dem Zustandekommen des Vertrages Nr. XXXXX und fordere Sie auf, die von mir erbrachten Prämienzahlungen zzgl. der damit tatsächlich gezogenen Nutzungen abzgl. eines angemessenen Wertersatzes für den abstrakt genossenen Versicherungsschutz auf mein nachfolgendes Konto bis spätestens zum XX.XX.2021 auszuzahlen sowie innerhalb dieser Frist Auskunft zu den insg. gezahlten Beiträgen, den Abschlusskosten, Verwaltungskosten und Risikokosten des Vertrages sowie des aktuell vorhandenen Fondsguthabens zuerteilen.
Ich weise darauf hin, dass in meinem Widerspruch keine Kündigung des Vertrages zu sehen ist.

[…]

Weitere Prämienzahlungen erfolgen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der Rückforderung.

Mit freundlichen Grüßen

[…]

Ungefähr drei Wochen später die Antwort des Versicherers, dass dem Widerspruch stattgegeben wird. In der Summe habe ich 11082,75€ eingezahlt. Davon werden 5696,34€ als Risikozusatzversicherungsbeiträge abgezogen. Die verbleibenden 5386,14€ werden mit einer Fondsentwicklung von 2753,80€ aufgerechnet, so dass sich ein Erstattungsbetrag von 8140,21€ ergibt. Bitter, aber wohl das bestmögliche Ergebnis in diesem Fall.

Letzlich würde ich aus persönlicher Erfahrung eigentlich immer den Schritt zum Versuch des Widerrufs – nach anwaltlicher Prüfung – empfehlen. Soweit ich’s richtig verstanden habe, besteht lediglich ein Risiko, dass die Versicherung den Widerruf ablehnt. Daraufhin ließe sich immernoch fristgerecht kündigen, oder eben ein Gerichtsverfahren einleiten.

Versicherungspaket “Young & Home” – Haftpflicht / Hausrat / Glas / Unfall

Dieses läuft seit 2008 und wurde bis 2013 wiederholt durch den DVAG-Berater angepasst, da ich mehrmals um gezogen bin. Von 2013 an hatte der Vertrag eine sechsjährige (!) Laufzeit, bis 2019. Mitterweile ebenfalls gekündigt, aber aufgrund der automatischen Verlängerung um jeweils 12 Monate noch bis Spätsommer 2022 laufend.

Ich möchte nicht im Detail auf die Vertragsbestandteile eingehen, jedoch sind die Kosten bei mittlerweile knapp 36€ pro Monat. Unfallversicherung und Glasversicherung sind für mich eher unnütz, da ich beruflich keine manuelle Arbeit erledige und ich die Wahrscheinlichkeit für ein plötzlich kaputtes Fenster als sehr gering einschätze.

Zum Vergleich – ein entsprechendes Kombipaket aus Hausrat- und Haftpflichtversicherung mit guten Konditionen kann 60€ bis 90€ im Jahr kosten.

Alternativen?

Wie bereits eingangs beschrieben ist das Geld aus den aufgelösten Generali-Verträgen mittlerweile in ETFs (zb. den thesaurierenden A2PKXG) und vereinzelt Aktien angelegt. Nach Einzahlung einer Basissumme zu Beginn läuft der ETF als Sparplan bei der ING mit monatlicher Überweisung. Vorteile sind u.a. der “cost average effect” und die momentan sehr geringen bzw. erlassenen Fondsgebühren seitens ING beim Kauf von ETFs. Bisher haben sich die Investitionen ganz gut entwickelt, da der Aktienmarkt zumindest im November 2021 von einem “all time high” zum nächsten rennt. Da ich plane, über mehrere Jahrzehnte zu investieren, mache ich mir zu kurzfristigen Kursentwicklungen aber wenig Gedanken. Der große Vorteil – ich kann jederzeit selbst über mein Geld bestimmen.

Weiterhin empfehle ich, die jährlichen Steuererklärungen mit Taxfix zu erledigen. Mein Zeitaufwand beschränkt sich dank der sehr guten Smartphone-App auf ca. 1-3 Stunden. Auch wenn keine Pflicht besteht, lohnt es sich eigentlich immer, vor Allem in Zeiten von Heimarbeit. Persönliche Anekdote – nachdem ich jemanden überzeugt habe, für die Steuererklärung von einem Steuerberatungsbüro zu Taxfix zu wechseln, gab es statt jährlichen Nachzahlungen zum ersten Mal eine Erstattung von mehreren Tausend Euro.

Thanks for reading!

Ich hoffe, dass einzelne Punkte für Leute, die wie ich ein Interesse an finanzieller Bildung / Autonomie entwickeln, relevant sind. Vielen, vielen Dank an Herrn Prof. Hartmut Walz, die Kanzlei Mayer & Mayer in Freiburg sowie an das Berliner Startup Taxfix.

Running a private mail server for six years, easy peasy

TL;DR – High-level overview of running my own, small private Linux mail server since late 2015. I’ve encountered surprisingly few issues and many valuable learnings. Initial setup (including monitoring, backups, configuration management) has taken some time, but recurring maintenance since then has been an estimated 10 – 20 minutes per month. Worth it for me, but probably not for most people. The next best thing, in my opinion, is mailbox.org with one’s own TLD.

Motivation

The main reason for this writeup is meant as a response to the sentiment I keep reading about in IT forums, that it’s “very time demanding”, “impossible to maintain”, “a pain to make sure your mails are being delivered”. I understand the reasons, and tend to agree when it comes to large-ish selfhosted mail deployments with hundreds of users and tens of thousands of mails per day, which also happens to be part of my current day job. It’s true that many IT people understandably don’t want to invest private time into things which appears to be another kind of work assignment. But personally, it fills me with satisfaction to self-host my own infrastructure, my little internet island where I’m root, especially in times of mega corporations trying (and succeeding) in redefining “the internet” as a portfolio of services only they can offer, with little alternative.

The Right Reasons

As mentioned above, I’m working in Linux administration / engineering and know my way around technical aspects of mail systems. I also love to self-host stuff, and it motivates me to approach all kinds of challenges when it comes to making things work. As one of the positive side effects, I’m often able to apply the experience I’ve gained privately during my career.

There’s a few things one should consider before diving into selfhosting mail systems for production use. There’s a nice overview of best practices by Phil Pennock which I mostly agree with. A few more points from my own experience:

  • Knowing that mail in itself is a painfully outdated protocol from the early days of the internet.
  • Knowing what an open relay is, and how to avoid it.
  • Familiarity with DNS, TTLs, records, zone files and specifically SPF, DKIM, DMARC.
  • Hosting should only happen in data centers, with dedicated, public IP adresses. Most residential IP spaces are likely blacklisted by default in many spam filters.
  • Knowing how to read mail headers.
  • Knowing about mail-tester.com, how it’s an awesome tool to debug one’s sending capabilites (and how there’s only a few free tries at a time).
  • Monitoring and backups should be in place, or should at least be considered. More below.
  • Researching the new public IP address with abuse DBs before implementation.
  • Knowing how to keep all parts of the system up to date.
  • Knowing that while the whole setup might be under one’s own control, and it’s possible to only allow the most secure TLS ciphers for user logins, mails between servers might still go unencrypted unless it’s specifically enforced, which might lead to deliverability problems if the other side doesn’t have encryption enabled. RFC2487 even states that enforcing encryption “MUST NOT be applied in case of a publicly-referenced [Postfix] SMTP server”. According to Google, about 90% to 93% of mail is encrypted in transit these days.
  • Knowing that mail is not a real-time communications medium, despite appearances. If a receiving mail server is down, the sending server might try resending for 24 – 48 hours before issuing a bounce to the original sender address. Having short downtimes is usually not a big problem with mail servers.
  • Despite doing everything correctly, sent mails might in some cases never arrive, without receiving a bounce message or any other indication something went wrong (looking at you, Microsoft).
  • Bonus points for having a trusted, technical person knowing about the setup with the ability to access the stuff in case of one’s incapacitation or death.

Tech Stack

My mail server is hosted inside a KVM / libvirt VM on a dedicated Hetzner server, a hosting provider I can recommend 100%. My OS of choice is Debian stable with backported kernels. An iptables script takes care of internal forwardings from hypervisor to VM. The mail server itself is Postfix, with Dovecot on top, as well as spamassassin, OpenDKIM, MySQL. There’s only one inbox with a catchall rule, where each login or service gets it’s own mail alias. Everything is monitored by Icinga2 and provisioned using Puppet. Since I’m accessing my mails only through either Thunderbird (Desktop) or K-9 Mail (Mobile), there’s no web frontend.

Implementation

While I’m not going into specifics regarding postfix, dovecot, etc. it’s important to mention a few architectual details. The mail server VM (residing as a qcow2 image file inside an encrypted LV, among others) is backed up twice per week using virsh blockcopy and transferred to another remote server. This setup has proven to be quite portable. I’ve since migrated my system to newer dedicated servers several times by just deploying my basic puppet hypervisor role, executing the iptables script, copying the VM the new server and updating my DNS records. I also like to test dist-upgrades by spinning up a local copy of the VM.

Monitoring is underrated when it comes to selfhosting. This is something I’ve learned soon after the initial deployment, in 2016, when postfix was down for about 14 hours due to carelessness on my part. I’ve since added Icinga2 to all of my systems for internal checks, as well as adding a secondary remote AWS EC2 Icinga2 instance for monitoring the monitoring server (yo dawg…) as well as various TCP ports from the outside.

my main Icinga2 instance watching over my mail server

Monitoring mails are delivered to an inbox outside of my mail setup. Same for cron mails. I can recommend an Android app called aNag, which visualizes Icinga2 state changes through push notifications, but I’m not going so far as to add some kind of oncall alerting. If something’s down, it stays down until I have time to fix it – which, so far, has not been the case with my mail server.

Mail rate and spaminess

My low mail throughput is one of the likely reasons my setup has been working well. Even while being subscribed to a bunch of newsletters and services, there’s only about 20 to 40 incoming mails per week. Looking at my sent folder, there’s just about 550 outgoing mails since late 2015.

I’ve had exactly one problem with deliverabilty during that time, where someone with a Hotmail account complained to never have received my mail – even though the Microsoft server claimed to have accepted it according to my logs. While Microsoft can be notoriously intransparent and unforgiving with (not) accepting mail, in this case it turned out to be a blacklisting issue. I had just moved servers and IP addresses shortly before, with the new IP having been on an internal MS blacklist. I raised a ticket with their mail infrastructure department, and to my surprise, the IP was cleared soon after.

I rarely ever see any spam. Once every few months I’ll receive a french SEO mail, which is more of a mild curiosity than a bother, and not really worth looking into.

Ongoing maintenance

As mentioned before, I nowadays spend maybe 2 to 5 hours per year on maintance, perhaps a bit more if a Debian dist-upgrade comes along. Every once in a while I’ll grep through my mail logs out of curiosity, but there’s rarely any surprises there. I recommend implementing some kind of auto-upgrade mechanism for security updates as well as subscriptions to various mailing lists, such as Debian Security.

Alternatives?

Writing all this down, it does seem to be an insanely inconveniencing thing to do, but I’ve invested many hours tuning my setup and it seems rock solid at this point. If I were to give up selfhosting, my first choice would be to migrate my TLD to mailbox.org. I consider mailbox.org to be one of the most capable and trustworthy mail providers out there. I also recently went through the steps of setting up someone elses TLD with their MX servers, which has been very easy.

Conclusion

If you’re like me, an up and coming Linux sysadmin or enthusiast, hosting one’s own mail server can add lots of valuable experience. And for better or worse, there’s no one else to blame for if something goes wrong. And soon one thing leads to another, with additional monitoring, config management, blog posts ..

10/10 would selfhost again.

Up-to-date filebeat for 32bit Raspbian (armhf)

Fiddling around with ELK recently, I’ve been setting up a log server. Deploying filebeat to my Raspbian (RPi 2, 3, 4, nano) systems turned out somewhat challenging, mostly since elastic doesn’t provide official releases for 32bit ARM. There’s been an open ticket since 2018 asking for official ARM builds, and it seems that elastic is now at least providing .deb packages for 64bit ARM.

This got me thinking, what if I just compile a filebeat armhf binary and repackage the given arm64 .deb file? Turns out, it’s quite easy. Here’s my all-in-one script, tested on x64 Debian 10 and Ubuntu 20.10:

https://gist.github.com/lazywebm/63ce309cffe6483bb5fc2d8a9e7cf50b

The interesting stuff happens in the four last functions. Here’s a rundown:

  • working directory is ~/Downloads/filebeat_armhf
  • get latest golang amd64 package for cross-compiling, extract to working dir, specifically use it’s given go binary (ignore any global installations)
  • get latest filebeat arm64 .deb package
  • clone beats repo, checkout latest release branch
  • build arm (armhf) filebeat binary with new go release
  • repackage given arm64 .deb with new filebeat binary, removing other binary (filebeat-god, seems to be irrelevant), update md5sums file, crontrol file
  • working dir cleanup

Result of this poor man’s CI (at the time of writing) is a new deb file, ready to be deployed on Raspbian: ~/Downloads/filebeat_armhf/filebeat-7.11.2-armhf.deb

I have some further automation in place, deploying the new deb to a publicly available web server. A small puppet module is taking it from there:

if $facts['os']['distro']['id'] == 'Raspbian' {
 
# 'archive' requires puppet-archive module
  archive { '/root/filebeat-7.11.2-armhf.deb':
    ensure => 'present',
    source => 'https://example.com/filebeat-7.11.2-armhf.deb';
  }
 
  package { 'beat':
    provider => 'dpkg',
    ensure   => 'installed',
    source   => "/root/filebeat-7.11.2-armhf.deb",
    require  => Archive['/root/filebeat-7.11.2-armhf.deb'];
  }
 
# fileconfig config with pcfens-filebeat module here
}

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